Burning red Corvette

Bei einer Motorsportveranstaltung auf dem Hockenheimring entstand diese Aufnahme. Zum Glück war es an dem Tag nicht sonnig!

So konnte ich mit einer längeren Verschlußzeit und durch mitziehen der Kamera diese dynamische Mitziehaufnahme machen.

Als Aufnahmestandpunkt wählte ich die Tribüne in der Sachskurve.

Von dort hat man einen erhöhten Standpunkt und kann von einem der oberen Tribünenplätze auch über den sonst störenden Abfangzaun fotografieren. Wie macht man solch einen Mitzieheffekt?

Rote Corvette

Rote Corvette

Im Prinzip ganz einfach. In der Praxis dann doch oft nicht mit dem Wunschergebnis bzw. sehr schwer umsetzbar. Man nimmt eine längere Verschlußzeit und zieht die Kamera mit einem bewegten Motiv mit. Der Hintergrund verwischt und wenn die Kamera im selben Tempo wie das Hauptmotiv, hier das Auto, mitgeschwenkt wird, wird das Motiv überwiegendend scharf abgebildet. So die Theorie.

In der Praxis habe ich etwas 15 Diafilme mit 36 Aufnahmen verballert um 2-3 Aufnahmen mit scharfen Hauptmotiven hinzubekommen. Und diese sind auf Grund der Bewegung meist auch nur an selektiven Stellen halbwegs scharf. Es ist also sehr schwer die richtige Mitschwenkgeschwindigkeit zu finden. Der Ausschuß ist fast immer bei weit über 90%. Bei dieser Aufnahme ist es mir aber ganz gut gelungen. Der Asphalt und die Wiese sind schön verwischt.

Da das Rennauto ursprünglich im tristen silbergrau war, habe ich dieses im Photoshop freigestellt und rot eingefärbt. Das i-Tüpfelchen ist allerdings die Stickflamme aus dem seitlichen Auspuff! Vor der Sachskurve hat der Rennfahrer immer herunter geschalten und dabei gab es manchmal solch eine Stickflamme aus dem Auspuff. Von vielen Fotos war dies von dieser Corvette die beste Aufnahme. Die anderen waren alle unscharf oder ohne Stichflamme.

Die Aufnahme entstand mit einer Nikon F 100 und einem Sigma APO AF-D 5,6/400 mm und einem Einbeinstativ. Besonders das Einbeinstativ ist sehr wichtig, da man dadurch die notwendige Standfestigkeit hat und in einer Linie zum Hauptmotiv mitziehen kann.

Alternativ könnte man auch ein Rennauto scharf fotografieren. In Photoshop freistellen und den Hintergrund mit dem Geschwindigkeitsfilter in Fahrtrichtung verwischen. Dieser Filter ist mir aber zu künstlich da alles exakt und gerade wird und auch Doppelkonturen entstehen. Für einen realistischen Wischeffekt wäre eine aufwändiger Photoshop-Bearbeitung notwendig. Und vor alle wäre ein Wischeffekt der Autofelgen wesentlich schwieriger zu erstellen als beim fotografieren.

Heute gibt es übrigens von einigen Objektivherstellern wie Canon und Nikon auch Objektive mit Antiverwacklung. Je nach Art der Funktion können damit ähnliche Effekte kontrollierter erstellt werden.

Welche Verschlußzeit ist hier optimal? Dies kann leider nicht pauschal beantwortet werden, da dies stark von der Brennweite, Aufnahmeabstand und der Geschwindigkeit des Motives abhängig ist. Beim obigen Foto hatte ich durch eine 400 mm Brennweite einen größeren Aufnahmeabstand. Und die Rennautos waren in der Kurve wesentlich langsamer als auf einer geraden Teilstrecke. Die meisten Aufnahmen entstanden mit einer Verschlußzeit von 1/15 bis 1/8. Bei einem kürzeren Aunfahmeabstand muß logischerweise die Kamera schneller bewegt werden. Da reicht eventuell auch eine kürzere Verschlußzeit aus? Also einfach ausprobieren. Heute im Zeitalter von Digitalkameras mit Display sieht man ja das Ergebnis sofort und kann so ja für Folgefotos gleich korrigieren!

6 Comments

  1. Pingback: Tweets die Burning red Corvette | Blog über Fotografie erwähnt -- Topsy.com 31. März 2010
  2. Duc 31. März 2010
  3. Madstone 31. März 2010
  4. Naruto123 31. März 2010
  5. engelchen 1. April 2010
  6. christos 4. April 2010
  7. redscorpion012 29. August 2010

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