Nördlicher Polarkreis

Bei der nordgehenden Route habe ich ganz die Überschreitung des nördlichen Polarkreises unterschlagen. Deswegen möchte ich dies nun bei der südgehenden Tour nachholen.

Der nördliche Polarkreis liegt auf 66° 34′. Wenn man den nördlichen Polarkreis überschritten hat, ist man im Bereich der Mitternachtssonne. Allerdings nur im Sommer. Im Winter kann es dafür 24h dunkel bleiben. Wie lange ist abhängig wie weit man vom nördlichen Polarkreis entfernt ist und welche Jahreszeit gerade ist.

Bei der nordgehenden Hurtigrute kann man bei der ersten Überschreitung des nördlichen Polarkreises sich taufen lassen. Die Taufe besteht aus Eiswasser welches einem unter die Kleidung am Hals in den Rücken gekippt wird. Nicht unbedingt jedermanns Ding.

Nördlicher Polarkreis

Nördlicher Polarkreis

Auf der Hurtigruten wird der nördliche Polarkreis durch eine Weltkugel aus Metal auf einer kleine Schäreninsel gekennzeichnet. Es ist schon lustig wenn bei seiner Ankündigung fast alle Passagiere auf die eine Seite des Schiffes strömen um diesen unscheinbaren kleinen Felsen zu sehen und zu fotografieren.

Am heutigen Tag hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter. Leider war es fast den ganze Tag bewölkt. Ein weniger fotogenes Wetter. Schade. Immerhin standen noch zwei landschaftlich interessante Felsformationen auf dem Programm. Zumindest in der norwegischen Mythologie spielen diese Berge eine Rolle.

Die sieben Schwestern

Die sieben Schwestern

Nach einer Sage wurden sieben Jungfrauen vom König Hestmannen verfolgt und legten sich erschöpft nieder. Die aufgehende Sonne ließ die Jungfrauen zu Stein erstarren.

Torghatten

Torghatten

Auf der Flucht der sieben Schwestern vor dem König Hestmannen, versuchte dieser auf eine der Schwestern mit Pfeil und Bogen zu schießen. Dies beobachtete der König Sømnaberge und warf seinen Hut in die Flugbahn des Pfeiles. Im Hut ist seitdem ein Loch wie im Felsen zu sehen. Die aufgehende Sonne ließ auch den Hut zu Stein erstarren.

Wer genau hinsieht kann im Berg einen kleine weißen Fleck, das Felsloch entdecken.

Ach ja, die Teilnehmer dieser Sage sind natürlich Trolle. Nur Trolle erstarren, gemäß den Sagen, im Sonnenlicht zu Stein.


Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

10 Kommentare zu Nördlicher Polarkreis

  1. Dimedon schrieb:

    Wenn ich deine Bilder so sehe, dann bekomme ich auch Lust, einmal in den hohen Norden zu fahren. Deine Bilder sind wie immer faszinierend. Heute überwiegt wohl blau 😉
    Kurios finde ich auch das Loch im Felsen. Wie es da wohl hinein gekommen ist. Immerhin hat die Nordische Mythologie eine passende Erklärung parat.

  2. ich322 schrieb:

    Die Bilder sehen wirklich toll aus und wenn ich sie mir genauer ansehe, bekomme ich so richtig Lust auch mal dort hinzufahren.

    Es wirkt alles so ruhig, im Gegensatz zu dem Lärm in den ganzen Großstädten in Deutschland. Da hat das Leben sicherlich eine ganz andere Lebensqualität.

  3. Knuffelpack schrieb:

    Wie immer klasse Bilder. Die Insel auf dem ersten Bild sieht schön aus. Die Bilder 2 und 3 haben irgendwie durch den Rauch/Nebel etwas Mystisches und sehen dadurch auch interesant aus.

  4. engelchen schrieb:

    Faszinierend mit dem Loch und auch die Sage war interessant zu Lesen. Hat immer etwas geheimnisvolles 😉

  5. perasada schrieb:

    Wunderschöne Bilder und die passenden Geschichten dazu.
    Da will ich doch sofort hin 🙂
    Aber ich hätte da noch ne Frage: Hast du dort oben schon mal was von der Gegend mit Namen „Dead Horse Drones“ gehört?

    Und woher das Loch im versteinerten Hut wirklich kommt, würde ich auch gerne wissen 🙂
    Liebe Grüße

  6. Bernd schrieb:

    @ perasada
    “Dead Horse Drones” ist englisch, ich war in Norwegen.
    Wie das Loch im Torghatten tatsächlich entstanden ist, konnten bisher auch die Wissenschaftler nicht mit Bestimmtheit beweisen.

    Aber solche Löcher in Felsen gibt es auch in unseren Alpen. In der Schweiz gibt es auch solch ähnliche Löcher in einer Felswand. In Graubünden bei Flims in der Nähe werden diese Teufelsloch genannt.

    Ursachen sind meist unterschiedlich harte Gesteinsschichten die durch Gletscherschliff, Wasser, Wind, Wetter und Erosionen über lange Zeiträume abgetragen wurden.

    Aber eine Sage ist da viel unterhaltsamer.

  7. Madstone schrieb:

    Auch, wenn du an dem Tag nicht so schönes Wetter hattest: das erste Bild vom nördlichen Polarkreis ist ja der Hammer. Es wirkt auf mich eher wie ein Aquarell als ein Foto. Wunderschön.

    Das kleine Loch im Felsen ist ja lustig. Ist auch noch so schön mittig.

  8. redscorpion012 schrieb:

    Ja eine absolut imposante Landschaft da bekommt man gleich Lust dort mal vorbei zuschauen.Gut zu wissen wäre natürlich auch wir kalt oder warm es da gerade ist.Die Bilder sind auf jeden Fall klasse

  9. Knuffelpack schrieb:

    Mein nachbar sass grade neben mit und meinte nur „Wow tolle Bilder“. Hab sie ihm gezeigt weil er auch schonmal Urlaub in Norwegen gemacht hat ^^ aber so Tolle Bilder hat er nicht gemacht.

  10. Martina Nagell schrieb:

    „Wow“ ist das richtige Wort für diese Bilder! Jetzt bin ich schon ein Fan von Norwegen dank deinen Fotos 🙂

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