Wolken fotorafieren

Wolken fotografieren?

Wie langweilig denken sicherlich viele Fotografen?

Das sehe ich völlig anders.

Wolken fotografiere ich als Motiv relativ gerne. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung warum?

Wolkenfotos sind für viele Betrachter relativ langweilig. Für mich als Fotografen allerdings nicht. Wolken sind nicht gleich Wolken. Wolken sehen fast immer anders aus. Deswegen wird für mich dieses Fotomotiv nie langweilig!

Aber wie hat es bei mir mit der Fotografie von Wolken angefangen?

In meinen Anfängen der Bildbearbeitung, habe ich sehr gerne aus verschiedenen Einzelmotiven neue Bilder gestaltet. Sozusagen eine Montage. Oft fehlten mir für einen passenden Hintergrund Foto`s eines eindrucksvollen Himmels mit Wolken.

Agrigento

Agrigento

Also fing ich an Wolken zu fotografieren. Und ich war ertaunt wie vielfältig ein Himmel mit Wolken sein kann. Seitdem zücke ich oft meine Kamera, wenn sich ein schönes Lichtspiel am Wolkenhimmel zeigt. Das schöne an diesen Motiven ist die sehr einfache Umsetzung.

Meint der Laie.

Beim fotografieren eines Wolkenhimmels kann man durchaus einige Fehler machen.

Oft ist es gar nicht so einfach einen Wolkenhimmel ohne störende Bäume, Stommasten, Häuser oder andere Gegenstände zu fotografieren. Auch ich übersehe dies manchmal. Zwar kann man dies durch einen engeren Bildausschnitt optimieren. Allerdings verringert man dadurch auch die Dateigröße. Und wenn man den Wolkenhimmel für eine Montage einsetzen möchte, ist die maximale Größe aus Qualitätsgründen gerade gut genug.

In der letzten Woche gab es an einem Abend einen schönen Wolkenhimmel mit warmen Sonnenlicht. Da habe ich mal wieder meine Kamera in Richtung Himmel gehalten. Dabei kamen ein paar gute Wolkenfomationen zu Stande:

Wolken am Abend

Wolken am Abend

Wolken im Hochformat

Wolken im Hochformat

Dunkle Wolken

Dunkle Wolken

Wolken wirken auf mich meditativ. Entspannend. Wolken sind ein Symbol für Freiheit. Für Wolken gibt es keine Grenzen.

Aber zurück zum fotografieren von Wolken. Was ist dabei zu beachten?

Wolken ohne störende Gegenstände zu fotografieren ist nicht immer einfach. Ruhig auch einmal verschiedene Brennweiten ausprobieren. Bei einfarbigen Wolkenbildungen hat es fast jeder Autofocus schwer einen Focuspunkt zu finden. Hier sollte man den Autofocus abschalten können um mit einer manuellen Focusierung die Aufnahme korrekt ausführen zu können.

Wenn Wolkenfotos weiterverarbeitet werden sollen, unbedingt im RAW-Format fotografieren. Wer Wolken in JPG aufnimmt verschenkt enorme Qualitätsreserven, da bei einfarbigen Motiven ein Großteil der Farbflächen nur hochgerechnet wird. Mit der Lupe eines RAW-Konverters oder im Bildbearbeitungsprogramm sieht man hier bereits deutliche Qualitätsunterschiede.

Ich fotografiere Wolken, da ich einen blauen unbewölkten Himmel meist langeweilig finde. So kann man durch die Montage einer dramatischen Wolkenformation ein Landschaftsbild im Ausdruck spürbar verbessern.

Bei vielen Wolkenmotiven sollte man eine Belichtungsreihe machen, da weiße als auch dunkle Wolken den Belichtungsmesser oft in die irre leiten. Also ruhig ein paar Über- und Unterbelichtungen machen. Im digitalen Zeitalter kostet dies ja kein Filmaterial mehr. Und die schlechten werden danach einfach gelöscht.

Manche Wolkenfotos kann man sogar bei Bildagenturen verkaufen. Manche Grafiker und Designer suchen gezielt nach solchen Motiven für Hintergründe oder die als Montage-Bestandteil. Auch die ARD und das ZDF kauft inzwischen seine Wetterfotos immer öfter günstig bei Micro-Stockagenturen ein.

Allerdings gibt es bei solch einfachen Fotomotiven bei vielen Bildagenturen bereits ein Überangebot. Dennoch kann man bei der ein oder anderen Bildagenturen noch Verkaufschancen haben. Hier gilt mal wieder probieren geht über studieren.

Das folgende Wolkenmotiv verkaufe ich bei einigen Micro-Stockagenturen:

Wolkenhimmel

Wolkenhimmel

Nichts besonderes. Aber dennoch immer wieder wird dieses Motiv bei verschiedenen Bildagenturen verkauft. Der Verkauf von Wolkenfotos ist aber wohl eher wie ein Lotteriespiel. Meist werden solche Motive von vielen Agenturen abgelehnt. Und selbst wenn man akzeptiert wird, sind es relativ geringe Verkaufszahlen bei solchen Motiven.

Da ich Wolken für mögliche Bildmontagen sammle, spielt es für mich keine Rolle. Und wenn ich nebenher noch über Micro-Stockgenturen ein paar Euro verdienen kann? Auch recht 😉


Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

2 Kommentare zu Wolken fotorafieren

  1. Heiko schrieb:

    Ich fotografiere auch gerne Einzelteile. Was ich damit meine ist im Prinzip das gleiche was du schon sagtest. Manchmal hat man ein tolles Motiv bei dem der Himmel leider nicht entsprechend aussieht. Ich kenne auch viele Leute die es generell falsch finden verschiedene Bilder zu montieren aber denen muss man ja nicht zuhören.

  2. Leon schrieb:

    Ich habe mich einmal an dem Fotografieren von Wolken versucht. Das hat angefangen als ich im Urlaub einen schönen Sonnenuntergang gesehen habe. Auf dem Bild waren auch Wolken, die sich um die Sonne geschlungen haben. Seitdem habe ich ein paar weitere solcher Fotos geschossen. Ich bin aber noch in der Probierphase, werde aber weiterhin daran festhalten.

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