Dresden – Vergleich 1985 vs 2017

1985 war ich als Wessie zum ersten Mal in Dresden. Ein Freund hatte Verwandte im Vogtland, wo wir eine Woche wohnen durfte. In der damaligen DDR erschien mir als Westdeutscher vieles recht grau.

Insbesondere in Dresden wirkten unveränderte Altsttadt-Ruinen aus dem 2. Weltkrieg sehr bedrückend. Die Fassaden waren überwiegend dunkelgrau bis schwarz. Ob das am Alter der Gemäuer oder am Feuersturm aus dem zweiten Weltkrieg lag, konnte ich nicht beurteilen?

Dresden 1985

Dresden 1985

Der ostdeutsche Staat hat in den Wiederaufbau der historischen Gebäude wenig investiert. Vielleicht war dafür einfach nich ausreichend Geld vorhanden? Die Semperoper wurde wenigstens gerade in Schuß gebracht. Für Fotografen sind die Baugerüste allerdings ein Dorn im Auge bzw. Bild. Wenigstens der Zwinger konnte damals in voller Pracht bewundert werden.

Dresden 1985 - Bauruinen der Altstadt

Dresden 1985 – Bauruinen der Altstadt

Aus den Kriegsruinen machte man damals einfach ein Denkmal gegen den Atomkrieg. Die Abschreckung der Gebäude-Ruinen war zumindest auf mich eindrucksvoll. Damals waren in Ost und West jede Menge Atomraketen stationiert. Die hätten ausgereicht um Europa mehrfach dem Erdboden gleich zu machen.

Denkmal gegen (Atom) Krieg in Dresden 1985

Denkmal gegen (Atom) Krieg in Dresden 1985

Allerdings war die DDR-Propaganda recht einseitig, da sie nur die Atomraketen im Westen verurteilte. Für mich war es dennoch Anlaß, nach meiner DDR-Reise den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern. Diese Antikriegsbotschaft stand am Rande der Dresdner Altstadt mitten auf einem großen öffentlichen Parkplatz.

Vor ein paar Wochen war ich beruflich mal wieder in Dresden. Das zweite Mal in meinem Leben. 32 Jahre später. Leider nur einen Abend und Morgen lang. Dennoch habe ich die kurze Zeit für einen Stadtausflug genutzt.

Brunnen in Dresden in Fußgängerzone

Brunnen in Dresden in Fußgängerzone

Auf der Prager Straße, einer Fußgängerzone, ist hektisches Treiben. Viele Läden und Imbissbuden und ein moderner Brunnen.

In der Nähe trafen wir auf unseren Guide für eine Segway Tour durch Dresden.

Palais im großen Garten von Dresden

Palais im großen Garten von Dresden

Diese führte uns durch den groten Garten auch am Palais vorbei. Eines der ältesten Barokbauten in Deutschland.

Panorama von Dresden

Panorama von Dresden

Danach ging es am Elbufer mit tollem Panorama auf die Alstadt von Dresden zurück.

Kanaldeckel mit Wappen der Landeshauptstadt Dresden

Kanaldeckel mit Wappen der Landeshauptstadt Dresden

Das Frühstück im Hotel habe ich mir gespart und bin lieber noch einmal früh Morgens in Richtung Frauenkirche spaziert. Ein sehr schönes Stadtviertel mit sehr vielen alten und historischen Gebäuden.

Historisches Wohnhaus in der Rampische Straße in Dresden

Historisches Wohnhaus in der Rampische Straße in Dresden

Ob ein historischen Wohnhaus.

Albertinum ehemalige Waffen-Arsenal in Dresden

Albertinum ehemalige Waffen-Arsenal in Dresden

Oder das Albertinum, welches ursprünglich als Waffen-Arsenal gedient hat.

Dresden Kunsthalle im Lipsius-Bau

Dresden Kunsthalle im Lipsius-Bau

Oder gleich daneben die Kunsthalle im Lipsius-Bau mit dem goldenen Engel auf der Kuppel.

Frauenkirche in Dresden

Frauenkirche in Dresden

Und die Frauenkirche ist der Hammer. Ich dachte, daß der Wiederaufbau das Antikriegsdenkmal zerstört (siehe erste Foto den Kirchturm in der Mitte ohne Kuppel). Aber nach dem imposanten Anblick dieses Gotteshauses, bin ich froh, daß dieses historische Kirchengebäude wieder aufgebaut worden ist.

Ob die vielen Restaurants und Cafes rund um die Kirche passend sind? Darüber kann man sicherlich streiten. Die Kullisse ist auf jeden Fall großartig.

Wenn ich vergleiche was sich in 32 Jahren in Dresden verändert hat, muß ich feststellen, daß sich die Wiedervereinigung für den Osten Deutschlands auf jeden Fall gelohnt hat! Viele verfallene historische Gebäude konnten seitdem wieder nach altem Vorbild neu aufgebaut werden. Der Tourismus floriert in der Stadt. Am Abend waren alle Restaurants um die Frauenkirche gefüllt mit Menschen. Mit Menschen aus allen Herren Länder!

Dresden ist auf jeden Fall eine Reise wert! Nur schade das ich viel zuwenig Zeit hatte, die Stadt kennen zu lernen. Aber dafür habe ich nächstes Jahr eine Reise dorthin schon vorgemerkt.

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Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

Ein Kommentar zu Dresden – Vergleich 1985 vs 2017

  1. Heinz schrieb:

    Dresden ist wunderschön, ich war 2014 zum Halbmarathon und 2016 nochmals dort. Von Wien gibt es fast durchgehend Autobahn, ist in 5 Stunden gut erreichbar. Kann man auch gut mit der sächsischen Schweiz verbinden.

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