Brandung am Atlantik

Das folgende Foto ist bereits über 18 Jahre alt.

Mit einer der heutigen Digitalkameras wäre die Aufnahme sicherlich in der Schärfe und auf Grund des fehlenden Filmkornes knackiger in der Gesamtschärfe.

Aber hier geht es ja darum zu erläutern wir solch eine Aufnahme entanden ist. Und da ist die Kameratechnik nebensächlich.

Als absoluter Fan von extremen Weitwinkelobjektiven, kam auch hier ein 20 mm Objektiv zum Einsatz.

Brandung auf Teneriffa

Brandung auf Teneriffa

Die Aufnahme entstand auf Teneriffa am Punta Teno. Eine sehr zerklüftete Küstenlandschaft am äußersten Südostzipfel der Insel. Punta Teno ist nur über eine Straße im Süden erreichbar. Bei unserem zweiten Teneriffa-Urlaub war diese leider nicht mit dem Auto passierbar. Wegen Steinschlag war die Straße komplett gesperrt. Aber beim ersten Teneriffa-Urlaub entstand obige Aufnahme. Auf den ersten Blick sieht das Foto ganz einfach aus?

Aber zu erst mußte ich einen passenden Standpunkt finden damit der Leuchtturm im Hintergrund im goldenen Schnitt war. Und für die Aufnahme habe ich mich auf einen Lavafelsen kurz vor der Brandung gelegt! So entstand ein sehr tiefer Aufnahmestandpunkt, auch Froschperspektive genannt. Und nun war Geduld angesagt, bis eine Welle entsprechend formatfüllend das Bild ausfüllte.

Ja und genau darin liegt die Schwierigkeit bei diesem Foto. Die Natur ist eben nicht kalkulierbar. In eineinhalb Stunden habe ich etwa eineinhalb 36er Diafilme belichetet. Bis auf diese eine Aufnahme landete der Rest im Müll! Zu starke Welle, zu schwache Welle, gar keine Welle, es waren fast alle Wellen und Gischtvariante auf Diafilm gebannt worden. Aber keine außer dieser einen hat genau ins Bild gepaßt.

Da paßt der Alte Spruch mal wieder. Mit Geduld und Spucke fängt man eine Mucke.

Ach ja, vorsicht bei solchen Aufnahmen!
Die ein oder andere Dusche ist dabei obligatorisch!
Deswegen sollte auch die Kamera und Fronlinse vor dem sehr agressiven Salzwasser sehr gut schützt werden!


Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

3 Kommentare zu Brandung am Atlantik

  1. Madstone schrieb:

    Wow. Da hat man ja das Gefühl, das Wasser gleich ins Gesicht zu bekommen.
    Das Bild hat mich gleich an die Kanaren erinnert, auch wenn es sicher einige solcher Ecken auf der Welt gibt.
    Habe selbst auf Lanzarote versucht, die ein oder andere gute Welle festzuhalten und weiß daher genau, was du meinst. Ich bin 3 Tage lang an die Stelle zurückgekehrt, von der ich ein Bild haben wollte, bis es endlich geklappt hat. Hätte ich dafür die ganze Zeit auf einem Lavafelsen liegen müssen – ich weiß nicht, ob ich die Ausdauer gehabt hätte 😉

  2. engelchen schrieb:

    Das Bild ist echt klasse,beim Lesen kann man sich vorstellen, wie dir die Gischt entgegenkam 😉 Ich hab bereits auch mehrmals das Meer fotografiert, es ist gar nicht so leicht,da ein passendes Bild zu bekommen. Was ich auch klasse fand, waren Sturmfluten.Ich habe da sicher eine ganze Menge Filme verschossen und auch so manche nasse Dusche bekommen*lach Zum Glück habe ich das Meer hier fast vor der Haustür 😉

  3. redscorpion012 schrieb:

    Ja da hast du aber glück gehabt das dich das wasser nicht erwischt hat sowohl mit der Gischt und dann wenn es wieder zurück geht.Der Leuchturm dagegen ist sehr winzig auf dem Berg ein gelungenes Foto in allen belangen.

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