In diesem abschließenden Artikel möchte ich noch einmal die komplette Fotostrecke zusammenfassen und noch abschließend ein paar weiterführende Infoquellen ergänzen. [...]
Die große Königslibelle (Anax imperator) gehört sicherlich zu den imposantesten Großlibellen in Deutschland.
Schließlich ist es ja auch die größte in Deutschland vorkommende Libellenart.
An heißen Sommertagen kann man sie an Gewässern auf Patroulienflug erleben. Dort fliegt die bunt schillernde Köngislibelle ihr Revier am Gewässer ab. Je nach Uhrzeit patrouliert sie dort um nach essbaren Ausschau zu halten.
Ich habe beim fotografieren schon Königslibellen gesehen, welche im Flug ein anderes Fluginsekt mit einer 360 Grad Drehung gefangen haben und anschließend im Flug gleich verspeißt haben! Leider habe ich davon kein Foto. [...]
Der Vierfleck ist eine in Deutschland weit verbreitete Libellenart. Der Körperbau entspricht dem einer Großlibellenart.
Die Fotos sind sozusagen meine ersten Versuche Libellen zu fotografieren. Zum Einsatz kam damals noch keine Spiegelreflexkamera.
Meine ersten Fotoversuche machte ich mit einer KonicaMinolta Digitalkamera. Der gute Nahbereich und ein Telezoom bis zu 400mm Brennweite erschien mir ausreichend. Und das kleine Ding war ja auch sehr flexibel einsetzbar.
Bei ruhig sitzenden Libellen gelangen auch die ersten Fotos ganz gut. [...]
Das kleine Granatauge kam bis vor einigen Jahren in Deutschland nicht vor. Wie manch andere Libellenart ist diese Kleinlibelle auf Grund der globalen Klimaerwärmung inzwischen aus dem Süden Europas bis nach Deutschland gewandert und heimisch geworden.
Die Verbreitung dieser markanten Libellenart beschränkt sich derzeit aber meist auf wärmere Regionen. Meist sind dies die Flußregionen von Weinbauregionen wie am Oberrhein. Ich habe vor einigen Jahre die ersten Exemplare auch bei uns an der Rems (Weinbauregion Remstal) entdecken und fotografisch festhalten können.
Es ist also durchaus möglich das nach einigen Jahren diese Libellenart auch inzwischen weiter nördlich vorkommen könnte? [...]
Bei den Azurjungfern gibt es mehrere Arten welche sich meist nur durch die Zeichnung auf dem Rücken der Männchen unterscheiden. Wenn die kleinen Libellen in großer Zahl durch die Luft schwirren kann zumindest ich meist nicht die einzelnen Arten auseinander halten.
Zu schnell sind ihre oft ruckeligen Flugbewegungen um einmal in Ruhe die Rückenmusterung zu betrachten zu können. So fotografiere ich bei den Kleinlibellen fast immer interessant erscheinende Situationen und versuche danach an Hand des Fotos die richtige Art zu bestimmen. Auf dem Foto kann man ja die Merkmale in aller Ruhe betrachten und vergleichen. [...]
Die Pokalazurjungfer gehört wie alle Azurjungfern zu den Kleinlibellen. Diese kleineren Libellen sind nicht immer einfach zum fotografieren.
Auf Grund ihrer Größe muß man meist relativ nahe an die Tiere um sie formatfüllend ins Bild zu bekommen. Und da fangen die Schwierigkeiten an. Meist ist die Fluchtdistanz beim Fotoversuch schnell unterschritten und die Kleinlibellen sind schnell weg.
Dieses weibliche Exemplar konnte ich noch am frühen kühlen Sommermorgen erwischen. Sie war sozusagen noch etwas in der Kältestarre und das morgendliche Sonnenlicht reichte noch nicht ganz zum aufwärmen aus. Trotzdem ist sie dreimal auf andere Grashalme geflüchtet. Aber auf dieser Kleeblüte war sie dann doch so erschöpft und hat etwas länger pausiert. [...]
Hufeisen-Azurjungfern haben ihren Namen wegen der Hufeisen-förmigen Zeichnung auf dem oberen Rücken. Dadurch kann man sie meist auch sehr gut von den anderen Azurjungfern auseinander halten.
Allerdings gilt dies nur für die Männchen. Die Weibchen haben leider keine Hufeisen auf ihrem Rücken und sind meist auch nicht azurblau gefärbt. Oft sind sie grün, grau,braun oder eine Mischung daraus.
Auf dem folgenden Foto sieht man einen männlichen Vertreter der Hufeisen-Azurjungfer. Das Hufeisen ist bei dieser Sicht auch noch ganz gut erkennbar. [...]
Auch diese große Pechlibelle entstand bei meinen intensiven Exkursionen zu den Libellen.
Das Foto ist analog mit einer Spiegelreflexkamera entstanden. Zum Einsatz kam ein Sigma 5,6/400 mm mit einem Zwischenring. Um Verwackelungen im Nahbereich zu verhindern kam ein Dreibeinstativ und Einbeinstativ zum Einsatz.
An Hand des schlanken Körpers kann man erkennen daß die große Pechlibelle zu den Kleinlibellen gehört. [...]
Heute möchte ich euch mein erstes Foto einer Libelle zeigen. Zumindest ist es das erste Foto welches ich als gut bezeichnen würde.
Das Foto ist noch mit einer einer analogen Spiegelreflexkamera einer Nikon F100 entstanden. Nach dem ich mit Grundinformationen über Libellen versorgt hatte, klapperte ich einige Gewässer in unserer Region ab. Natürlich war ich dort in erster Linie auf der Suche nach Libellen. Nicht überall hatte ich Erfolg. Aber nach dem ich drei Gewässer oder besser gesagt verschiedene Wasserstellen besucht hatte, wurde ich bei einigen Verlandungsseen der Rems fündig.
Nach dem ersten Sichtungsbesuch plante ich auch kurz danach meine erste Fotoexkursion zu den Libellen. Es sollte nicht die letzten bleiben. An den Verlandungsseen gibt es eine erfreulich hohe Vielfalt von Libellen. [...]
Der Fotolaie wird sich kaum Gedanken über das folgende Foto machen. Er wird wahrscheinlich sogar denken “Na ja, ganz nett aber auch nicht mehr” oder “das kann ich auch”. Das dachte ich auch als ich über mehrere Wochen im Sommer auf der Suche nach einem fotogenen Spinnennetz war.
An einigen Wochenenden stand ich vor Sonnenaufgang in aller Herrgottsfrühe auf um an einigen Verlandungsseen der Rems (Fluß) zu fahren. Dort suchte ich nach interessanten Naturmotiven, falls irgendwie möglich mit Insekten in der morgendlichen Kältestarre. Diese lassen sich dann oft noch in aller Ruhe gut fotografieren. Insbesondere Libellen und Schmetterlinge. An einem Sommermorgen fand ich leider weder Libellen noch Schmetterlinge im Morgentau. Diese hatten sich an diesem Tag offenbar gekonnt im hohen Gras der Wiesen versteckt. [...]