Warum ich keine meiner besten Stockfotos mehr im Blog veröffentliche?

Zu Beginn des Blog habe ich einige Male über meine Verkaufsschlager bei einigen Bildagenturen berichtet.

Das letzte Mal war das 2011 über meine am meisten verkauften Microstock-Fotos aus 2010.

Damals habe ich allerdings noch nicht gezielt für Bildagenturen fotografiert. Lediglich das Fotomaterial das im Urlaub oder für meine Blogs anfiel wurde dort vermarktet.

Gezielte Stockfotografie sieht anders aus. Aber auch schon damals ist mir aufgefallen, dass man solche Infos lieber für sich behalten sollte.

Das erste Mal habe ich stolz über meien besten Verkäufe der einzelnen Bildagenturen berichtet. 2010 habe ich meine vier besten Fotos bei Fotolia aus dem Vorjahr vorgestellt.

An einem Bild-Beispiel möchte ich kurz vorstellen was passiert ist.

Moselschleife

Moselschleife

Das Foto von der Moselschleife bei Bremm hatte ich damals 62x verkauft. Damals war es das einzige Foto einer Moselschleife und hat sich sicherlich mangels Auswahl sehr gut verkauft.

Nach meinem Artikel in diesem Blog gab es kurz danach über 30 ähnliche Fotos! Seitdem habe ich gerade mal weitere 20 Verkäufe realisieren können. Die jährlichen Verkäufe sind auf weniger als 5 gefallen. Bei den anderen Motiven ist vergleichbares passiert.

Ich berichte nicht mehr über meine Verkaufsschlager bei Stockagenturen. Da ich inzwischen gezielt für Stockagenturen fotografiere besteht der Großteil meines Nebengewerbe Fotografie aus den Einnahmen durch Bildhonorare.

Warum sollte ich da weitere Steilvorlagen für die im Web lauernden Kopisten geben? Wie will man ein frei zugängliches Motiv vor einer Kopie schützen? Da gibt es keine rechtliche Grundlage. So schauen sehr viele Stockfotografen was die anderen Fotografen so machen und welche Fotos von denen erfolgreich sind.

Robert Kneschke nennt solche Raubkopierer in seinem Blogartikel Copycats. Er führt hier allerdings die große Bilderflut an, welche meist von asiatischen Bilderfabriken produziert werden. Oft werden Verkaufsschlager nur kopiert und in vielen Varianten verbreitet. Meist zu Lasten der Fotografen die bisher gute Verkaufszahlen damit hatten. Die Kaufkunden wollen schliesslich öfter mal neue Gesicher oder Motivvariaten haben.

Ich sehe aber auch in vielen Portfolios aus deutschen Landen zahlreich kopiertes. Ob nun der Fotograf zufällig die gleiche Idee hatte kann natürlich nur er wissen. Seltsam finde ich auch manche Motive die mehrmals angeboten werden. Einmal freigestellt und dann noch mit unterschiedlichen einmontierten Hintergründen. In einem Portfolio habe ich von einem Motiv mehrere 100 Varianten bzw. Hintergrundvarianten gefunden?! Gibt es einen so grossen Markt für ein Motiv?

Ich weiß es nicht ob man damit seine Verkaufschancen erhöht? Ich glaube nicht. Mal abgesehen, dass die meisten Bildgenturen Motiv-Ähnlichkeiten überwiegend ablehnen.

Ich werde weiterhin für Stockagenturen fotografieren.

Auf einen Bericht über meine besten Stockfotos wird man hier im Blog aber vergeblich warten.
Schließlich ist das Bildhonorar hart verdientes Geld.
Ein grosser Teil meiner Freizeit geht dafür drauf.

Sind eure Stockfotos bei Bildagenturen auch schon kopiert worden?

2 Kommentare

  1. Bruce Lightning 18. April 2014
  2. Nils Werner 28. April 2014

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