Stockfotografie-Report – 3. Quartal 2016

Da fotografiert man wie ein blöder und die neuen Fotos und ein größeres Portfolio bringen weniger Umsatz! Der Abwärtstrend geht bei meiner Bildauswahl weiter.

Ob es am Sommerloch oder meinen Motiven lag ist mir noch nicht so richtig klar?
Soll ich bei Food auf Macrostock umsteigen?
Oder soll ich ganz andere Motive ablichten?
Oder sollte ich mich mehr auf das Bloggen konzentrieren?

Solche Gedanken schwirren mir inzwischen durch den Kopf. Wobei die Blog-Einnahmen bei weitem nicht die von Bildlizenzen erreichen.

 

Stockfotografie

Stockfotografie

Auf Macrostock umsteigen? Das macht nicht für jedes Foto Sinn. Für manche Foodmotive wäre es allerdings sinnvoller. Bei Microstock verkauft man meist nur die gängisten Lebensmittel sehr gut. Und von der verkaufsträchtigen Motiven gibt es bereits viel zuviele. Da ist es schwer mit neuen Fotos Verkäufe zu realisieren. Ausgefallenere Foodmotive sind wohl eher etwas für Macrostock-Bildagenturen?

Fotolia

Nach dem schwachen 2. Quartal mit 308 € gab es im 3. Quartal mit 334 € wieder eine leichte Erholung. Gegenüber dem besten Quartal mit 550 € ist das Ergebnis dennoch enttäuchsend. Wobei die Sommermonate meistens die schwächsten im Jahr sind.

Da bleibt also noch die Hoffnung, daß auch die Einnahmen im letzten Quartal endlich wieder eine ansteigende Tendenz zeigen?

120 neue Fotos gingen online. Fotolia wurde im letzten Jahr von Adobe übernommen. Die Fotos werden derzeit parallel bei Fotolia und Adobe Stock über die Adobe Cloud angeboten. Beide Vertriebeskanäle zeigen unterschiedliche Suchergebnisse. Der Fotolia-Algorythmus war für mich noch nie Fotografenfreundlich. Zumindest bei meinen Portfolio nicht. Wenn ein Bild eine Weile nicht verkauft wird, rutscht es sehr schnell nach hinten. Neue Bilder werden weiter vorne gezeigt. Nicht immer sind die neuen Fotos besser. Und viele Bildsuchende werden nicht so in der Tiefe suchen. Insgeheim hoffe ich, daß der Adobe Stock Algorythmus zu längeren Verkäufen bei guten Fotos sorgen könnte? Zumindest werden dort einige meiner älteren Fotos verkauft.

Shutterstock

Mit 517 $ das schwächste Quartal in diesem Jahr. Sommerloch? Ich weiß nicht. In den letzten beiden Jahren war bei Shutterstock gerade das 3. Quartal immer sehr stark.

Das kann aber auch an der geringeren Anzahl an Einzelverkäufen liegen. Diese werden sehr gut vergütet und waren in diesem Quartal weniger vertreten. Im 4. Quartal rechne ich wieder mit einer Steigerung. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet, sollte auch ein Jahresumsatzrekord möglich sein.

70 neue Fotos gingen online.

iStock

Mit 190 $ war das 3. Quartal in etwas auf dem Niveau des 2. Quartals. Zuwenig um das Vorjahresniveau zu erreichen. Dennoch bleibt iStock ein guter Umsatzbringer.

357 neue Fotos gingen online. Mal sehen ob das neue Bildmaterial in den nächsten Monaten zu einer Umsatzsteigerung führt?

Dreamstime

19 € in einem Quartal! Ich überlege mir, ob ich solche Bildagenturen überhaupt noch erwähnen sollte? Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Alamy

10,88 € waren 1 Verkauf. Nicht so toll. Aber bei Alamy kann sich das schnell durch eine große Bildlizenz ändern. Dran bleiben ist hier meine Devise.

298 neue Fotos könnten weitere Umsatzmöglichkeiten bringen. Da Alamy mit über 100 Partnern zusammen arbeitet, dauert es allerdings einige Monate bis die ersten Verkäufe realisiert werden können.

123RF

23 $ ist kaum der Rede wert.

Bigstockphoto

4,43 $ ist der absolute Tiefpunkt bei Bigstockphoto.

Deutsche Bildagenturen:

Panthermedia

Mit 34 € ein gutes Quartal. Inzwischen habe ich bei Panthermedia sogar den Umsatz vom Vorjahr übertroffen. Das verwundert mich doch ein wenig. Abos werden trotz Abstellung vor über einem Jahr weiterhin verkauft. Verkäufe werden meist nur 1, 2 oder 3x im Monat Blockweise aktualisiert. Das macht auf mich alles einen seltsamen Eindruck. Deswegen gibt es seit einiger Zeit keine neuen Fotos.

Shotshop

11,74 € ist eine leichte Steigerung zum Quartal davor. Gegenüber dem Vorjahr ist Shotshop in diesem Jahr komplett eingebrochen.

Zoonar

8,47 €. Endlich wieder etwas Umsatz.

Pitopia

10,55 € war bisher das beste Quartal. Eine kleine aber sehr feine Bildagentur.

Resumee:

Mit 972 € das schwächste Quartal in diesem Jahr. Wobei die $-Umrechnungen mit Faktor 0,75 niedriger ist als der derzeitige Wechselkurs. Bei der letzten $-Zahlung war der Wechselkurs beim Faktor 0,89.

Food-Motive habe ich weniger umgesetzt. Oft habe ich Nischen gesucht, gefunden und fotografiert. Der Markt ist für Nischen bei Microstock-Bildagenturen zu klein. In Zukunft werde ich solche Motive für Macrostock-Bildagenturen machen oder es einfach lassen.

Am liebsten mache ich Landschaftsfotografien. Allerdings ist es bei Microstock-Bildagenturen auch bei diesem Thema sehr schwer halbwegs gutes Geld zu verdienen. Vielleicht auch eher etwas für die Macrostock-Fotografie?

Am besten gehen da derzeit oft alltägliche Motive. Die macht nicht jeder und es werden hin und wieder auch solche Motive benötigt. Gut das ich meine kleine Fuji-immer-dabei-Kamera habe. Mit dieser lassen sich viele solcher Motive realisieren.

Zum Glück muß ich mit der Fotografie nicht meinen Lebensunterhalt verdienen. Neben dem Bloggen ist es lediglich eine weitere Nebeneinkunft. So kann ich auch mal ein Motiv fotografieren, was sich weniger gut bei Bildagenturen verkaufen lässt. Einfach nur, weil mir das Motiv oder deren fotografische Umsetzung sehr gut gefallen.

Im letzten Quartal werde ich mich im Photoshop und Lightroom weiterbilden. Auch mein Workflow in Lightroom soll optimiert werden.

Für 2017 werde ich mit Sicherheit einige Schwerpunkte verändern. Welche? Das ist noch in der Entscheidungsfindung.

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Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

4 Kommentare zu Stockfotografie-Report – 3. Quartal 2016

  1. Richard schrieb:

    Hallo,

    ab und an schaue ich interessehalber in Deine Quartalreports. Danke erstmal für die Mühe und Transparenz.
    Jedoch muss ich Dich mit Deinen Macrostockambitionen etwas ernüchtern (ich komme aus dem Lager … wenn auch ich eher Lifestyle fotografiere). Ich kenne die Zahlen hier recht gut und die Foodi´s haben es echt nicht einfach.

    Warum sollte ein Kunde solche Bilder (Landschaft und Food) zu einem erheblich höheren Betrag kaufen, wenn er meist gute Qualität im Microstocksegemnt findet. „Exclusivität“ ist auch kein Argument, da so viele Bilder im Markt rumschwirren, dass das den meisten Kunden relativ egal ist …

  2. Bernd schrieb:

    Hallo Richard,

    warum ein Kunde mehr für Food-Fotos bezahlen sollte? Weil er dann ein Rezept passend zum Foto bzw. Fotoserie erhalten würde 😉
    So spart er sich auch noch die Recherche und das Schreiben für ein Kochrezept.

    LG
    Bernd

  3. Ben Diaz schrieb:

    Hallo Bernd,

    auch ich habe schon einige deiner Berichte gelesen. Denkst du es lohnt sich überhaupt noch in den Stockfotografiemarkt einzusteigen? Wie sind deine Erfahrungen bzw. wie ist deine Einschätzung?

  4. Bernd schrieb:

    Hallo Ben Diaz,

    ich kann dir keine Empfehlung geben ob es sich für einen Einsteiger noch lohnt?
    Mit Sicherheit ist es heute im Microstockmarkt schwieriger geworden, da es bereits sehr viele Fotos und Grafiken zur Auswahl gibt.
    Wenn man allerdings eine Nische bedient, sind auch weiterhin gute bis sehr gute Bildhonorare realisierbar.

    Einfach ausprobieren.

    LG
    Bernd

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