Stockfotografie-Report – 3. Quartal 2014

Das dritte Quartal des Jahres ist vorüber.

Zeit Bilanz über meine Erfahrungen bei einigen Micro-Stock-Bildagenturen zu ziehen.

Im 2. Quartal habe ich relativ wenig neue Fotos produziert.

Das hat sich auch gleich in Form von stagnierenden und vereinzelt sogar rückläufigen Umsätzen bemerkbar gemacht.

Also habe ich einige Fotoshootings mit Lebensmitteln als Model realisiert.

Erfreulicherweise hat dies relativ schnell für wieder steigende Umsätze bei den Bildhonoraren gesorgt.

Ausruhen bedeutet in der Microstock-Fotografie Stillstand. Man verliert gegen andere Fotografen schnell an Boden.

Fotolia

Mit den neuen Fotos hat sich Fotolia endlich wieder besser entwickelt. nach knapp 500 € im 1. Quartal und über 400 € im zweiten brachte das 3. Quartal über 550 € Einnahmen aus Bildhonoraren ein.

Der September war mit knapp über 200 € sogar der zweitbeste Monat überhaupt.

Einige der neuen Fotos, überwiegend Food-Motive, fanden sehr schnell die ersten Käufer. Ob diese Motive weiterhin erfolgreich sein werden, wird man in den nächsten Monaten sehen.

Shutterstock

macht so richtig Spaß. Im 1. Quartal mit 540 $. Im 2. Quartal mit 637 $. Und auch im 3. Quartal gab es mit 761 $ eine weitere Steigerung. Daran könnten sich die anderen Bildagenturen mal ein Beispiel nehmen 😉

Obwohl der erste Monat noch recht schwach war. Dafür gab es im August und September mit je ca. 300 $ zweimal eine monatliche Bestmarke.

Auch hier haben die neuen Fotos sehr zur Steigerung der Umsätze beigetragen. Aber auch ein paar erweiterte Lizenzen haben zu den Umsatzsprüngen verholfen.

Geschmorter Krake in Tomatensauce

Geschmorter Krake in Tomatensauce

iStockphoto

nach dem Durchhänger im 2. Quartal war das 3. Quartal mit 189 $ wieder besser. Der Juli war noch schwach. Der September war mit 84 $ der drittbeste überhaupt. Es scheint durch die neuen Fotos wieder aufwärts zu gehen.

iStock ist bei mir immer noch mit deutlichem Vorsprung die Nummer 3 bei den Umsätzen.

Dreamstime

Ein schwacher Juni hat das ganze Quartal nach unten gezogen. Etwas über 50 $ ist für über 1900 Fotos zu wenig. Inzwischen wurden die Annahmekriterien normalisiert und die Annahmequote liegt wie bei anderen Microstock-Bildagenturen bei über 90%.

Das macht bei mir allerdings die vielen seltsamen Ablehnungen, der Vergangenheit, kaum wett. Für die Größe des Portfolio sind die Verkäufe zu gering oder zu selten. Dieses Jahr werde ich Dreamstime noch mit neuen Bildmaterial beliefern. Wenn sich das 4. Quartal nicht spürbar bessert, werde ich mir überlegen, ob diese Bildagentur für mich überhaupt noch Sinn macht?

123RF

36$ im 3. Quartal. Nur noch die Hälfte vom 1. Quartal. Es geht weiter nach unten. Inzwischen lade ich keine neuen Fotos mehr hoch. Aufwand und Einnahmen stehen in keinem wirtschaftlichen Verhältnis.

Bigstockphoto

20 $ im 3. Quartal entspricht nicht meinen Umsatzvorstellungen. Deswegen gibt es seit einigen Monaten kein neues Bildamterial von mir.

Alamy

Null Euro in drei Monaten. Dennoch lade ich bei Alamy weiterhin Fotos hoch. Verkäufe sind nicht häufig. Dafür aber gut bis sehr gut in der Vergütung.

Deutsche Bildagenturen:

Panthermedia

die ehemalige Nummer 1 unter den deutschen Microstock-Bildagenturen ist bei mir schon seit über einem Jahr abgeschlagen. 25 € in einem Quartel. Da sollte doch mehr möglich sein? Dennoch lade ich dort neue Fotos hoch.

Shotshop

nach 88 €, 44 € brachte Shotshop im 3. Quartal nur magere 0,74 € ein. Sommerloch? Ich hoffe es. Nach zwei guten Quartalen könnte es gerne wieder auf alten Niveau oder höher weiter gehen. Auf das Jahr kummuliert ist Shotshop bei mir immer noch der beste deutsche Umsatzbringer.

Zoonar

mit 3,80 € hat auch Zoonar das Sommerlich erwischt. Das ist bei vielen deutschen Bildagenturen auch meist ausgeprägter als bei den Internationalen.

Pitopia

nach zwei Nullrunden in den ersten beiden Quartalen, brachte das 3. endlich wieder Einnahmen. 32,60 € brachten mehrere Bildlizenzen. Ausgerechnet im August 😉

Hauptsache Umsatz.

Coverpicture

glänzte mal wieder mit einer Nullrunde. Seltsame Bildagentur. Beim Start war der Schwerpunkt Pressefotos. Danach hat man sich interntional aufgestellt. Und seit diesem Jahr macht man was alle anderen schon machen. Werbefotos ist nun der Schwerpunkt. Wenig bis gar keine Verkäufe sind das Ergebnis. Ist auch kein Wunder, wenn man immer wieder der Themen-Schwerpunkt ändert. Das irritiert nicht nur Fotografen sondern auch Bildkäufer.

Resumee:

Nach einem schwachen Juni waren der August und der September wieder mit steigender Tendenz. im August gab es mit 539 € Umsatz bisher den besten Monat überhaupt.

Mal sehen ob diese Marke in diesem Jahr noch einmal übertroffen wird?

Diese Woche war ich in den Allgäuer Bergen unterwegs. Mal sehen ob aus den 1500 Fotos einige über Bildagenturen verkäuflich sein werden?

In den kommenden Wochen sind mehrere Shootings mit und über Food geplant. Vorletzte Woche habe ich einige Abläufe für die Studio-Shootings verfeinert.

Den Vorjahresumsatz habe ich fast schon erreicht. Alles was in den nächsten Monaten noch an Umsatz kommt, wird Umsatzplus sein.

Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen.Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

2 Kommentare zu Stockfotografie-Report – 3. Quartal 2014

  1. Annette schrieb:

    Interessant und danke fürs Teilen. Seit wann belieferst du Bildagenturen und wieviel Fotos lädst du pro Monat hoch? Will gerade erst starten und mich würde interessieren, in welcher Zeit du bei diesen Zahlen gelandet bist. Schöne Fotos übrigens!! Weiterhin viel Erfolg.

  2. Bernd schrieb:

    Hallo Annette,

    im Jahr lade ich etwa 500 – 1000 neue Fotos hoch.
    Mehr als 1000 Fotos lässt sich Nebenberuflich nicht realisieren.
    Hauptberufliche Fotografen kommen da bei entsprechende effizienter Planung und um Umsetzung durchaus auf höhere Mengen.

    Aber die Menge sagt ja wenig über die Qualität oder Verkaufschancen aus.

    Schönen Gruß
    Bernd

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