Mein Fotojahr im Juli 2010

Im Juli war es sehr heiß was mich nicht sehr zum fotografieren motiviert hat. Trotzdem habe ich einige organisatorische Dinge optimiert.

Bei dem heißschwülem Wetter gab es auch das ein oder andere Gewitter. Eines habe ich versucht fotografisch festzuhalten. Das Ergebnis zeige ich euch noch.

Ein paar Fototechniken wurden ausprobiert und in neue Fotos umgesetzt. Diese Versuche habe ich nun bei einigen Stockagenturen online gestellt. Erstaunlicherweise wurden fast alle Motive von den meisten Agenturen akzeptiert.

Und für einen besseren Workflow habe ich mir noch ein Update für Adobe Lightroom 3 besorgt und installiert. Ich liebe dieses Programm inzwischen. Seit ich mit Lightroom arbeite brauche ich kaum noch Photoshop. Ganz ohne Photoshop geht es allerdings doch noch nicht. Aber inzwischen kann Lightroom sehr viele Abläufe die früher nur mit Photoshop abarbeitbar waren erledigen. Die Version 3 sieht auf den ersten Blick unwesentlich anders als der Vorgänger aus. Aber auf den zweiten Blick erkennt man sofort das die Engine wesentlich schnelle als von der Vorgängerversion ist. Die Bilddateien werden um einiges schneller aufgebaut und scharf dargestellt. Die Funktion Bildrauschen zu entfernen wurde endlich auf ein gutes Niveau gebracht.

Adobe Lightroom ist für mich das universelle Werkzeug für einen digitalen Workflow. Die Vorteile aus meiner Sicht in einer Schnellübersicht:

  • Universeller RAW-Konverter
  • Sehr viele Bearbeitungsmöglichkeiten (Schärfen, Farbverlauf, Bildrauschen entfernen …)
  • Universelle und vielfältige organisierbare Fotodatenbank (seit Version 3 können auch Videos verwaltet werden)

Bis auf Bildmontagen mache ich inwzischen fast alles mit Lightroom!

Welche Vor- und Nachteile Adobe Lightroom hat werde ich in den nächsten Wochen einmal näher betrachten und darüber hier im Blog schreiben.

Fotografisch gabe es im Juli keine Highlights. Für meinen Bonsaiblog wurden einige Arbeits- und Gestaltungsschritte fotografisch dokumentiert. Künstlerisch ohne Wert. Und dann war da noch ein Gewitter am Abend.

Ich konnte mich endlich mal bei einem Gewitter weg von der sicheren Wohnzimmercouch bewegen. Ich baute auf dem Balkon mein Dreibeinstativ mit Spiegelreflexkamera auf. Zum Einsatz kam das Nikkor AFD 2,8/60 mm Makroobjektiv. Testlabore behaupten daß es eines der Objektive mit der größten Bildschärfe und minimalster Verzeichnung sei. Also kann da wohl nichts schief gehen?

Ich habe voll auf 32 abgeblendet und 30 Sekunden mit Spiegelvorauslösung belichtet. Um einen Blitz vollständig einfangen zu können ist eine lange Verschlußzeit notwendig. Sonst könnte man ihn abschneiden. Ich habe etwa 110 Foto in etwas einer Stunde gemacht. 109 Fotos waren Ausschuß. Na ja, eigentlich waren es 110 Fotos Ausschuß. Aber das einzige das halbwegs einen Blitz wiedergibt möchte ich euch nicht vorenthalten.

Fast einen Blitz erwischt

Fast einen Blitz erwischt

Schade, der Blitz war zu hoch. Oder war die Kamera zu nieder? Auf jeden Fall sieht es bescheiden aus. Die Wolken sind auch nicht scharf obwohl ich mein schärfstes Objektiv eingesetzt habe. Warum sind die Wolken dann trotzdem unscharf? Ja, die Wolken waren an diesem Tag einfach zu schnell. Wir hatten sturmartige Windböen. Und 30 Sekunden sind da als Belichtungszeit offenbar zu laaaang gewesen.

Schade. Muß ich halt warten bis das nächste Gewitter aufzieht 😉

Mit dem Foto möchte ich auch aufzeigen daß es gar nicht so enfach ist einen Blitz im Bild festzuhalten. Dafür müßen viele optimale Umstände gleichzeitig eintreffen. Zwar erhöht ein Gewitter die Chancen. Da man aber nie weiß wo ein Blitz herunter kommt, ist die Fotografie von Blitzen in Prinzip auch Glücksfotografie.

Mal sehen was ich im August für die Linse bekomme?


Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

Ein Kommentar zu Mein Fotojahr im Juli 2010

  1. Knuffelpack schrieb:

    Trotzdem das Bild so unscharf ist finde ich es sehr schön. Schade natürlich das der Blitz nicht ganz drauf ist. Ich persönlich finde Gewitter toll. Ich sitze oft stundenlang am Fenster und gucke nach den Blitzen. Komischerweise kann ich bei Gewitter auch besser schlafen.

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