Buch: Fotografie al dente – So kommt die Pasta richtig aufs Bild

Durch meinen fotografische Schwerpunkt, die Foodfotografie, habe ich zu diesem Thema bereits eine Bücher gelesen.

Während es in englischer Sprache recht viele Bücher über dieses Fotothema gibt, ist der deutsche Büchermarkt noch recht überschaubar.

So war ich hoch erfreut, dass es nun ein weiteres Fachwerk gibt.

Durch ein Werbemail von einem Online-Buchhandel wurde ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht.

Der Titel Fotografie al dente – So kommt die Pasta richtig aufs Bild hat mich gleich neuegierig gemacht.

So kommt die Pasta richtig aufs Bild

So kommt die Pasta richtig aufs Bild

224 Seiten im Format 23,8 x 19 cm liegen gut in der Hand und bieten genügend Platz für anschauliches Bildmaterial. Leider kein Hardcover. Dies scheint bei Büchern über die Foodfotografie wohl üblich zu sein? Aber vielleicht bin ich da auch schon zu altmodisch?

Das Autorinnen-Team, Jana Mänz, Dr. Susan Brooks-Dammann und Corinna Gissemann bringen ihr Fotowissen in dieses Fachwerk ein. Ein interessanter Mix aus Foodbloggerinnen und Berufsfotografin. Da sind durchaus neue Aspekte möglich?

Ich werde einfach meine Eindrücke über die Hauptkapitel kundtun. Diese sind jeweils noch in Unterkapitel aufgeteilt.

Erst das Auge, dann der Magen

Ansichten zur Foodfotografie und ein Interview mit Corinna Gissmann und ihre Food-Fotografischen Ansichten.

Foodausrüstung für Einsteiger

Eine Übersicht an in Frage kommender Fototechnik für den Einsteiger. Bei der Spiegelreflexkamera vermisse ich einen Hinweis auf die unterschiedlichen Chip-Aufnahmegrößen. Vollformat oder kleinerer Aufnahmechip mit Crop-Faktor. Je nach Ausführung hat dies auch Auswirkung auf die Schärfentiefe und Bildgestaltung.

Es wird auch das Zubehör im Bereich Licht und Stativ behandelt. Leider auch nur sehr oberflächlich. Aber dafür gibt es wohl andere Literatur. Anstatt zweier Rezepte hätte ich mir da ein umfassenderes Bild gewünscht.

Aufbauten und Lichtquellen

Das optimale Dateiformat, Licht, Lichtaufbau, Tageslicht, Kunstlich bzw. Blitzlicht, Lichtzelt, ein Interview und zwei Rezepte. Gut dosierte und verständliche Grundlagen.

Auf die Zubereitung kommt es an

[ad#Google 300×250 links]Planung ist auch in der Foodfotografie wichtig. An einem Bildbeispiel wird ein möglicher Workflow gezeigt. Informationen und Tipps über Beilagen, Geschirr, Besteck und Accessoires.

Hier gibt es einige positive Punkte. Endlich mal ein Foodbuch, das konkrete Hinweise zur Erstellung von selber bemalten Unter- oder Hintergründen gibt. Konkretes wie man einen Shabby-Chic-Look mit Krakierlack selber machen kann. Grundlagen über die Farbgestaltung werden vermittelt. Und einige Tips für das perfekte und natürlich wirkende Foodstyling!

Angerichtet: Food fotografieren

Grundlagen über die Bildgestaltung. Ob Hoch- oder Querformat? Licht und Schatten. Grundwissen über den gezielten Einsatz der Blende. Aufnahmewinkel und Tiefenschäfe. Ein Making of Bratkartoffeln. Ein sehr informatives Kapitel.

Kreative Fotoküche

6 Fotoübungen. Viele praktische Fototipps und Tricks. Menschen und Lebensmittel und Essen werden als Fotomotiv behandelt. Experimente wie Spritzeffekte, mit vergrössernden Wassertropfen, Motive vor schwarzem HIntergrund, wie man Kaffedampf machen kann, wie man Fehlfer vermeiden kann.

Ein sehr hilfreiches Kapitel, dass mit praktischen Tipps gefüllt ist.

Würzen und verfeinern

Bildbearbeitung für Picasa und Lightroom. Teedampf mit Photoshop. Kreativer Einstz von Texturen. Grundwissen über das Veröffentlichen von Fotos im Internet.

Ausflug ins Web der Foodies

Informationen und Links zu Foodbloggern und Foodfotografen/Innen.

Fazit:

Ein umfangreiches Buch über die Foodfotografie. Technische Grundlagen werden teilweise nur oberflächlich und nicht vollständig behandelt. Aber über Fototechnik gibt es auch spezielle umfangreiche Fachliteratur.

Der Schwerpunkt ist die Foodfotografie. Einige hilfreiche Tipps findet man im Buch.
Der Schreibstil ist sehr verständlich und kurzweilig!
Die grafische Aufmachung gefällt mir sehr gut. Tipps und Tricks werden grafisch hervorgehoben. Ein gelungenes Foodbuch das für den Einsteiger und Foodblogger schnell, das erforderliche Wissen vermittelt.

Ich zähle mich nach zwei Jahren Foodfotografie als Jung-Foodfotograf. Mir waren einige Tipps schon bekannt. Dennoch gab es eine Fülle neuer Informationen und Tricks zu entdecken.

Für den erfahrenen Foodfotograf gibt es sicherlich wenig neues zu entdecken. Aber dafür gibt es auch andere Fachliteratur.

Für Foodblogger und Food-Einsteiger ein hervorragendes und empfehelenswertes Buch!


Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

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