Fotografieren mit einem Handy oder Smartphone?

Im August 2010 gab es hier im Blog eine Umfrage „Mit welcher Kamera fotografiert ihr am liebsten?“

Das Ergebnis war für mich damals nicht sehr überraschend.

50% setzen eine digitale Spiegelreflexkamera (Kleinbild) am liebsten ein.

Nur 3% nutzen am liebsten ihr Handy zum fotografieren.

Inzwischen sind eingebaute Kameras bei den meisten Smartphones bereits Standard. Da liegt der Gedanke an ein passendes Smartphone zum fotografieren recht nahe.

Auch ich spiele seit einigen Monaten mit dem Gedanken mir ein Smartphone zu beschaffen. Allerdings gehöre ich bei diesem Punkt wohl noch zu den sehr altmodischen Menschen.

Mir reicht die Hektik im werktäglichen Berufsleben durch Telefon, Mail und Fax. Da will ich in meiner Freizeit irgendwann mal meine Ruhe haben. So bin ich noch ein altmodischer Besitzer eines fast schon antiquierten Handys. Dieses ist auch nur eingeschaltet wenn irgend etwas wirklich wichtiges ansteht. Meistens ist es aus. Und SMS schreibe ich nur sehr ungern. Obwohl ich keine Wurstfinger habe, empfinde ich diese Art der Tipperei über mehrfach belegte Tasten als äußerst umständlich. Aber das scheint wohl mehr Gewohnheitssache zu sein.

Da inzwischen die meisten Smartphones eine eingebaute Kamera haben und die Pixelzahl auch mehr als ausreichend ist, spielt man schon hin und wieder mit diesen Gedanken. Will man in diesem Bereich die maximale Auflösung bzw. Bildqualität liegt solch ein Smartphone, je nach Model und Hersteller bei ca. 400 bis 800 €. Eine Menge Euro für gelegentliches fotografieren?

Ein fester Vertrag reduziert zwar die Anschaffungskosten bei einigen Anbietern. Dafür sind die Monatskosten relativ hoch. Die Alternative ist ein Smartphone mit einem Prepaid Tarif. Hier sind allerdings die Kosten für das Smartphone wesentlich höher, da man dieses vorher kaufen muß. Vom Anbieter erhält man eine SIM-Karte die man mit Guthaben aufladen kann. So hat man die volle Kostenkontrolle. Je nach Anbieter kann man sich nach den eigenen Schwerpunkten sein eigenes Gebührenpaket zusammen stellen. Vor solch einer Entscheidung ist ein Prepaid Vergleich sehr sinnvoll. Schließlich will man vorher den persönlich günstigsten Anbieter heraus finden.

Falls euer Handy oder Smartphone MP3 als Kingelton akzeptiert, könnt ihr übrigens hier im Blog ein Motorgeräusch einer Kamera downloaden.

Derzeit benutze ich für mein fotografisches Nebengewerbe eine Nikon D300. Damit kann ich fast alle fotografischen Aufgaben lösen. Für Schnappschüße und zwangsloses Fotografieren unterwegs nutze ich die Möglichkeiten der handlichen Nikon S8000.

Da mir derzeit mein altes Handy immer noch ausreichend erscheint und ich keinen wirklichen weiteren Nutzen eines Smartphones für mich entdecken kann, bin ich immer noch abgeneigt eines zu kaufen oder per Vertrag zu beschaffen.

Das soziale Verhalten hat sich durch die Verbreitung von Smartphones irgendwie seltsam verändert. Immer mehr Menschen starren gebannt auf ihr Smartphone-Display. Manche machen dies sogar während sie laufen. Das Leben findet vor deiner Nase statt und nicht in einem kleinen Display 😉

Wie sind eure Erfahrungen mit Smartphones in der Fotografie?
Welche Modelle und Apps nutzt ihr zum Fotografieren per Smartphone?

Vielleicht kann mich ja jemand auch für sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten in der Fotografie aufzeigen?


Über Bernd

Bereits in meiner Kindheit musste ich Motive fotografisch festhalten. Durch eine Ausbildung im Fotohandel habe ich mich in den letzten Jahrzehnten intensiv mit der Fotografie beschäftigt. Seit einigen Jahen fotografiere ich Nebenberuflich für Bildagenturen. Meine Erfahrungen aus der Theorie und Praxis möchte ich in diesem Fotoblog an andere Fotofans weiter geben.

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